16.12.04: Unterrichtshilfe online

Unterrichtshilfe zur Stärkung der Finanzkompetenz geht online

Bundesministerin Renate Schmidt weist auf wachsende Bedeutung der finanziellen Bildung hin

Im Internet ist seit heute unter www.unterrichtshilfe-finanzkompetenz.de ein Angebot geschaltet, mit dem die Konsum- und Finanzkompetenzen von Schülerinnen und Schülern verbessert werden können. Die „Unterrichtshilfe Finanzkompetenz“ ist kostenlos und richtet sich an Lehrerinnen und Lehrer der Sekundarstufen I und II sowie an berufsbildenden Schulen. Sie finden darin didaktische Hinweise und ausgearbeitete Lerninhalte für den Unterricht. Die Erstellung der Unterrichtshilfe wurde vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanziell gefördert.

„Wer mit Geld wirtschaften kann, läuft weniger Gefahr, in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten. Die finanzielle Allgemeinbildung ist daher ein sehr wichtiger Baustein, Überschuldung vorzubeugen. An erster Stelle müssen Kinder und Jugendliche zu Hause in der Familie lernen, mit Geld umzugehen. In Schulen kann das wirkungsvoll ergänzt werden“, betont die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Renate Schmidt. „Ich freue mich, dass in dieser wichtigen Angelegenheit Schuldnerberatung, Banken, Sparkassen und Versicherungswirtschaft zusammenarbeiten, denn uns allen liegt sehr daran, die Jugendlichen vor unbedachten Schulden zu schützen.“

Mit dem nun vorliegenden Angebot wird die Möglichkeit geschaffen, den Jugendlichen den Umgang mit Geld und Konsumwünschen auch im Unterricht näher zu bringen. Durch die Aufgliederung in Bausteine ist die Unterrichtshilfe gut geeignet, auch bei knappem Zeitbudget und im Rahmen der bestehenden Lehrpläne wichtige Inhalte zu vermitteln. Die Unterrichtshilfe enthält neben dem allgemeinen Modul ,Finanzen im Griff’, mit dem Grundlagen aus dem Bereich Geld und Finanzen vermittelt werden, eine Reihe weiterer Rubriken, z. B. zum Thema ‚Führerschein und Auto’. Die vielleicht wichtigste Rubrik ist dem Handy gewidmet. Hier liegt oft die Ursache für den Einstieg in die Schuldenfalle.

Die Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung der Verbände (AG SBV) hat die Unterrichtshilfe in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband deutscher Banken, dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband, dem Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie dem Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft durch Frau Prof. Dr. Kirsten Schlegel-Matthies, Universität Paderborn, erstellen lassen. Die Verbände haben umfangreiches Informationsmaterial als Arbeitsgrundlage zur Verfügung gestellt und das Projekt beratend begleitet. Durch ihre finanzielle Unterstützung konnte erreicht werden, dass die Unterrichtshilfe auch auf CD-ROM zur Verfügung steht.


(C) 2006 - Alle Rechte vorbehalten

Diese Seite drucken